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Von Monheim am Rhein nach Langenfeld - Reusrath 15,3 km


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2018-11-17
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Es war wieder soweit. Ganz spontan haben Uli und ich uns für eine weitere Etappe auf dem Neanderlandsteig verabredet. Das Wetter sollte wieder, wie in diesem Jahr ja schon gewohnt, sehr sonnig werden.


Karte
Der Neanderlandsteig bildet einen großen Rundweg von 240 Kilometer zwischen Ulis Wohnort Viersen am Niederrhein im Norden und meinem Wohnort Leverkusen am südlichsten Punkt der Runde. Die insgesamt 17 Etappen sind zwar auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen, wir haben uns aber für die bequemere und zeitsparende Alternative entschieden und benutzen unsere Autos. 

Zugegeben, für mich sind die Anfahrten kürzer als für Uli und heute sollte ich sogar ein Heimspiel haben. Die Etappe führt durch Leverkusen.

Wir trafen uns also am Ende der heutigen Etappe in Langenfeld-Reusrath und fuhren dann mit einem Auto nach Monheim am Rhein, wo wir am Reiterhof Gut Blee vor sieben Monaten die wunderschöne, "heiße" 13. Etappe beendet hatten.



Von hier aus ging es durch ein Wohngebiet mit Einfamilienhäusern hinein in die Felder.

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Passt Uli farblich nicht hervorragend in die Umgebung? Was auch immer hier angepflanzt worden ist, wir haben keine Ahnung, wahrscheinlich Gründünger.

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Bald erreichten wir die ersten Baggerseen. Zäune hielten uns allerdings auf Abstand. 

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Der azurblaue Monbag-See war ein herrlicher Anblick. Oder war es der azurblaue Himmel, der sich im See spiegelt?

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Kurz vor dem Laacher Hof überquerten wir eine Bahnlinie...

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...und dann standen wir vor Schloss Laach. Näherkommen oder gar umrunden war nicht gestattet.

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Weiter ging es jetzt Richtung Leverkusen. Was macht Uli denn da? Richtig, sie fotografiert die Kleinigkeiten am Wegesrand und überläßt mir die Dokumentation unseres Weges und die Erinnerungsfotos.

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Wir überquerten die Langenfelder Straße und gelangten auf Leverkusener Stadtgebiet. Immer wieder blitzen rechts und links des Weges Seen auf, zu denen wir aber keinen näheren Zugang hatten. Das sollte sich aber glücklicherweise bald ändern. Auf diesem Wiesenweg geht es zum Hitdorfer Badesee.

Hier schlug ich eine kleine Änderung der Wegführung vor. Der eigentliche Weg führte nur ein kurzes Stück am westlichen Ufer entlang.

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Da der Hitdorfer See nicht umzäunt ist, machten wir einen größeren Bogen um den ganzen See und fanden sogar eine sonnige Bank für eine kleine Rast mit Seeblick.


Danach ging es weiter zwischen dem Hitdorfer und einem weiteren, frei zugänglichen See, dem Stöckenbergsee.



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Stöckenbergsee - da war doch was. Richtig, vor wenigen Tagen war er ganz groß in der Presse. Ein aufmerksamer Angler hatte Reifenspuren am Ufer entdeckt, die direkt in den See führten. Eine Tauchergruppe der Polizei holte kurz darauf aus 17 m Tiefe ein gestohlenes Tatfahrzeug heraus, mit dem ein Kiosk in Leverkusen-Rheindorf überfallen worden ist.



An diesen sonnigen Gestaden kann man sich eine solche Räuberpistole gar nicht vorstellen. Idylle pur. Uli machte sich ganz entspannt auf die Suche nach Muscheln.

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Zurück auf der eigentlichen Etappe führte der Weg auf schmalen Pfaden am Ufer des Stöckenbergsees entlang.

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Und dann fanden wir sie doch noch, die verräterischen Spuren der Räuber im Sand. Dabei sah alles drumherum so friedlich aus.

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Hin- und hergerissen zwischen der landschaftlichen Idylle und den menschlichen Abgründen nahmen wir Abschied von der Hitdorfer Seenplatte, überquerten die A59 und näherten uns dem Leverkusener Ortsteil Rheindorf.

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Mitten durch ein lichtes Buchenwäldchen, in dem die dünnen Bäume ordentlich in Reih und Glied standen, leitete uns die Wegmarkierung über ein weitläufiges Parkgelände mit Spiel- und Sportgeräten für Jung und Alt. Die Seniorentrimmgeräte wurden natürlich ausprobiert.
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Da wir jetzt so nah am Ort des Überfalls am Königsberger Platz in Rheindorf-Nord waren, machten wir noch einmal einen kurzen Abstecher vom Neanderlandsteig. Die unbekannten Täter hatten die Scheibe des Kiosk mit dem gestohlenen SUV rückwärts eingedrückt und einen kleinen Tresor gestohlen.
Zurück auf unserem Wanderweg ging es durchs Wohngebiet wieder hinein in die Felder mit dem schon bekannten Grünzeug.

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Was dann folgte, ließ mich allerdings an den Wegplanern des Neanderlandsteigs zweifeln. Ein großes Feld wurde umrundet. Dort, wo man eigentlich auf direktem Weg vorbei an dem Reiterhof auf der linken Seite zur Wupper gelangen konnte, lenkte uns die Wegmarkierung auf eine große Ehrenrunde um dieses Feld herum!!! Ich glaube, ich bin nicht die Einzige, die sich da verulkt gefühlt hat. Da hätte ich doch viel lieber eine Ehrenrunde um die Hitdorfer Seen eingelegt.


Parallel zur Bahnlinie ging es über die Wupper hinein in eine beschauliche, ländliche Landschaft.

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Die Wupper wurde ein zweites Mal überquert. Allerdings waren hier die bisher gut sichtbaren Wegmarkierungen nicht zu finden. Aber wir hatten ja schließlich unseren Track auf dem Navi. Durch die Wupperauen näherten wir uns allmählich unserem Ziel, der Opladener Straße in Langenfeld-Reusrath.

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Bevor wir dort ankamen, ging es aber nochmals durch Felder, vorbei an einer Gärtnerei, die mit weihnachtlicher Dekoration lockte. Am Straßenrand der Opladener Straße hatten wir mein Auto geparkt, mit dem wir zum Ausgangspunkt der heutigen Tour und zu Ulis PKW zurückfuhren.

Diese für Uli und mich dritte Etappe auf dem Neanderlandsteig war leicht zu gehen, da es keine Steigungen gab. Sie kann vom landschaftlichen Erlebnis zwar nicht mit den beiden vorherigen mithalten, hat aber auch ihren Reiz durch die Hitdorfer Seen und die Wupperauen. Fast konnte man vergessen, dass wir eigentlich durch ein dicht besiedeltes Gebiet gewandert sind. Wir freuen uns auf jeden Fall auf die nächste Etappe.

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© Familie Sudowe