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2019-12-07


Mein befreundeter "outdoorbegeisteter GPS-Experte" Lucian Bergmann hatte wieder ein interessantes Wanderangebot gemacht und zum dritten Mal in diesem Jahr habe ich es angenommen. Es sollte in seine Heimatstadt Rhens gehen. Diesmal wollte auch meine belgische Freundin Christa dabei sein. Unsere kleine Gruppe von drei Frauen und drei Männern traf bis Samstag Vormittag mit dem Zug in Rhens ein und machte sich auf den Weg zum Hotel "Roter Ochse". Es dauerte nicht lange und wir waren bereit zu unserer ersten Wanderung.

Rhens liegt im malerischen Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal und hat knapp 3000 Einwohner. Das weihnachtlich geschmückte mittelalterliche Städtchen hatte es uns sofort angetan. Voller Stolz machte Lucian einen kleinen Rundgang mit uns zu seinem Elternhaus und einem befreundeten Ehepaar, dass uns zu einer Kostprobe seiner Obstbrände einlud.

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Am liebsten hätten uns die beiden nicht mehr weitergelassen. Sie haben sich sehr gefreut, Lucian wiederzusehen und erst nachdem eine Flasche Obstler und eine große Dose Weihnachtsplätzchen im Rucksack verstaut waren ging es weiter. Das war auf jeden Fall schon mal ein gelungener Einstieg.

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Durch das Viehtor der mittelalterlichen Stadtmauer starteten wir in den 10 km langen Traumpfad Wolfsdelle. Es ging zunächst aufwärts zum Rheinplateau.

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Hier machten wir einen kurzen Abstecher zum geschichtsträchtigen Königsstuhl, von dem wir einen tollen Blick aufs Rheintal hatten.

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Von hier aus ging es über einen Serpentinenpfad bergauf.

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Der Jüdische Friedhof mit seinen alten Grabsteinen war unser nächster Haltepunkt.

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Weiter führte der Weg durch Streuobstwiesen, wo die vielen von Misteln besetzten Bäume auffielen, zum St. Antonius Heiligen Häuschen.

Der heilige Antonius hat es uns hoffentlich nicht übelgenommen, dass wir in seinem Häuschen unsere Mittagsrast gehalten haben. Das Wetter war nämlich recht usselig und hier drinnen schön gemütlich und weihnachtlich geschmückt. Es gab Sitzplätze für alle und Lucian zauberte eine Flasche Rotwein aus seinem Rucksack.


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Frisch gestärkt machten wir uns wieder auf den Weg. Er führte uns bergauf, anfangs durch einen Mischwald, bis wir von der Höhe einen tollen Blick aufs Rheintal hatten mit der gegenüberliegenden Marksburg. 

Schade nur, dass die Sicht alles andere als gut war.



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Es ging weiter bergauf.

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Lucian kümmerte sich nicht nur um unser leibliches Wohl, sondern versorgte uns auch immer wieder mit Informationen über die geschichtlichen oder geologischen Besonderheiten der Gegend.

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Unsere bunten Jacken brachten wenigstens etwas Farbe in den laublosen Winterwald.

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Am Kriesenkopf hatten wir fast den höchsten Punkt der Tour erreicht. Von dem Höhenrücken gab es freie Sicht in alle Richtungen.

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Von nun an ging`s bergab.

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Durch einen alten Hohlweg erreichten wir das untere Mühlental und die Nikolauskapelle, die an eine alte Fischersiedlung erinnert.

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Am Mühlenbach versuchten wir den schlimmsten Schmutz von unseren Wanderschuhen zu waschen. An ihm entlang gelangten wir bald an unseren Ausgangspunkt zurück.

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Im "Roten Ochsen" angekommen war erst einmal duschen angesagt. Später ließen wir uns vom Wirt und seinem Team auf´s allerbeste verwöhnen. Danach ließen wir den Abend im benachbarten Pub "Streichholz" ausklingen, zu dem uns Lucian eine ganz besondere Geschichte erzählen konnte;-)
Aber das ist nur etwas für Insider.

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Es wurde recht spät, denn Lucian hatte hier viele alte Bekannte getroffen. Mit vereinten Kräften gelang es uns dann aber doch endlich, ihn loszueisen und ins benachbarte Hotel zu schaffen. Schließlich freuten wir uns ja alle auf den kommenden Wandertag auf dem Rheinburgenweg.

   
© Familie Sudowe