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2018-06-22



Mein letzter Wandertag an der Sieg war angebrochen. Mit 11,2 km von Bahnhof zu Bahnhof ist die Etappe 13 eine sehr kurze Etappe und daher für die Rückreise nach Leverkusen besonders geeignet. Die Vermieterin meiner schönen Ferienwohnung in Kirchen hatte nichts dagegen, dass ich einen Teil meines Gepäcks noch in der Wohnung zurückließ. Schließlich würde ich am Ende meiner Wanderung auf dem Weg zum Bahnhof in Kirchen an der Wohnung vorbeikommen. Es geht eben nichts über eine gute Planung.

Heute war es nochmals kühler als am Tag zuvor. Zum ersten Mal in diesen fünf Tagen kramte ich meine leichte Jacke hervor. Leider war der Himmel auch wieder bedeckt. Man kann eben nicht alles planen. Ein letztes Mal ging es zum Bahnhof in Kirchen den Berg hinunter, um nach Alsdorf zu fahren.
Wieder war das kurze Stück nur mit einem Umstieg in Betzdorf in die Daadetalbahn möglich.

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Der kurze Zuweg in Alsdorf brachte mich schnell zum Wegweiser, der nicht nur den Abzweig zum Hauptweg anzeigte, sondern auch auf die 1. Mai - Feier aufmerksam machte. Wahrscheinlich sind die Alsdorfer ja ihrer Zeit weit voraus, es stand schließlich keine Jahreszahl dabei;-)

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Über eine kleine Brücke überquerte ich die Heller. An Kirche und Friedhof vorbei entfernte ich mich von der Siedlung und gelangte über einen breiten Forstweg auf die Höhe.

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Kaum war ich auf der Höhe angekommen, ging es über einen zugewachsenen Pfad wieder abwärts.

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Auf ihm gelangte ich auf die Kreisstraße, überquerte sie und den Imhäuser Bach und pfadreich ging es weiter hinein ins Imhäuser Tal.

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Leicht aufwärts führt der Weg zuerst über breitere Wirtschaftswege, um dann über schmale Pfade ufernah wieder über Bach und Kreisstraße nach Herkersdorf abzubiegen. Hier traf ich auch wieder auf den Druidensteig.

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Von hier ging es jetzt stetig aufwärts Richtung Druidenstein. Anfangs gefiel mir der Weg...

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... bis zu diesem Abschnitt. Was wie die vorbereitenden Arbeiten für den Straßenbau aussah, sollte der Natursteig sein! Mit Natur hatte diese überbreite Schotterpiste allerdings nichts zu tun. Zumindest war die Wegmarkierung an den Bäumen angebracht. Ich konnte es nicht fassen.

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So ging es weiter bis zu einem Kreuzweg. Der führte in Serpentinen an den einzelnen Stationen den Berg hinauf bis zum Druidenstein.

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Und so ging es weiter!!! Was hatten sich die Natursteig-Planer nur hierbei gedacht?

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Glücklicherweise endete die Schotterpiste und ich bekam wieder naturnahe Wege unter die Füße.

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Ich erreichte die Ortschaft Offhausen, wechselte die Talseite und wurde steil bergauf über schmale Pfade am Ortsrand entlang wieder in die Höhe geführt.

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Und so ging es über die schotterreiche Wanderautobahn weiter zum Ottoturm, dem letzten Zwischenziel.

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DSC08265Als ich dann doch leicht frustriert über die Wegführung unter dem Ottoturm stand, gab es doch noch eine positive Überraschung. Gerade hatte ich noch überlegt, ob sich die Besteigung bei dem trüben Wetter überhaupt lohnen würde, als der Himmel aufriss und ich beobachten konnte, wie der Wind die Wolken zur Seite schob und zum ersten Mal heute Sonne und blauen Himmel freigab. Da gab es natürlich kein Halten mehr.

Jede einzelne der 102 Stufen trägt eine Inschrift des Sponsors, der die Patenschaft für diese Stufe übernommen hat.

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Der Rundumblick von der Aussichtsplattform war dann wirklich grandios.

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Leicht versöhnt machte ich mich danach auf zum Ziel der 13. Etappe in Kirchen.

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Es war erst Mittag, als ich in meiner Ferienwohnung auf der Hauptstraße eintraf. Jetzt brauchte ich nur noch mein zurückgelassenes Gepäck in den Rucksack zu packen und ab ging es zum Bahnhof. Der stündlich verkehrende Zug nach Köln fiel allerdings aus. Das scheint hier keine Seltenheit zu sein. Aber schließlich bin ich doch nach einigem Umsteigen in Leverkusen gelandet.

Fazit dieser Etappe:
Leider hat hier die Enttäuschung und das Unverständnis über die Wegführung überwogen, und das ausgerechnet bei meiner letzten Tour. Erst nachträglich habe ich mir zusammengereimt, dass hier vielleicht die Unwetter Anfang des Jahres eine Umleitung oder teilweise Neuanlage des Natursteigs verursacht haben. Schließlich sahen die Schotterwege noch recht neu aus. Aber soll das wirklich so bleiben? Mir hätte es sehr geholfen, wenn ich unterwegs eine Information darüber erhalten hätte. Ein entsprechendes Schild wäre ein geringer Aufwand gewesen.


                                                   
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Nachtrag vom Juni 2018

Es ist vollbracht, alle momentan noch 14 Etappen des Natursteig Sieg habe ich seit September 2016 zurückgelegt. Einschließlich der Zuwege von und zu den Bahnhöfen waren das immerhin 240 km. Mein persönliches Resümee siehe Etappe 14.

   
© Familie Sudowe