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2020-11-09


Am Samstag im Kölner Stadtanzeiger gelesen und heute am Montag mache ich mich mit Aaron bereits auf den Weg. Als "Wandertag November 2020 durch herbstlich bunte Wälder und über aussichtsreiche Höhen" vorgestellt, hielt die gut 12 km Runde alles, was der Artikel versprach. 

Als Startpunkt wird der Wanderparkplatz Rösberg in Altenberg/Odenthal empfohlen, ich habe mich allerdings für den Wanderparkplatz an der Neschener Straße gleich hinter dem Altenberger Dom entschieden, weil der direkt auf dem Track liegt. 

Bei herrlichstem Herbstwetter starteten wir vom Parkplatz aus direkt in den Wald. Unter uns der Pfengstbach und die Fischteiche, die die Zisterziensermönche einst hier hinter ihrem Kloster angelegt hatten. Das ganze Gebiet hier ist sehr geschichtsträchtig, schließlich stand hier ganz in der Nähe die erste Stammburg der Grafen von Berg. Deshalb wird Altenberg auch die Wiege des Bergischen Landes genannt. Die Fischteiche werden heute von Angelvereinen betrieben und aus der Klosterkirche ist der Altenberger Dom entstanden.

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Die Sonne, der mäandernde Bach, das bunt leuchtende Herbstlaub über und das bei jedem Schritt raschelnde unter uns waren ein Genuss. Langsam ging es mit der orangefarbenen Wegmarkierung des Bergischen Weges bergauf.

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Aaron musste sich doch tatsächlich beim fotografieren der Pilze wieder in Szene setzen.

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Der Anblick der Waldschäden war dann allerdings wieder ernüchternd.

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Der Weg führte bergab in die Auen des Pfengstbachtals. Über Holzstege und Treppen erreichten wir die andere Hangseite, nur um kurz darauf wieder die Seite zu wechseln.

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Der Anstieg durch den Wald zur Ortschaft Feld hatte es wirklich in sich. Wenn ich zwischendurch stehen blieb um Luft zu holen oder zu fotografieren, brachte Aaron sich umgehend in Erinnerung.

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Auf der Höhe angelangt durchquerten wir den kleinen Ort und ich konnte einen Blick auf die Neschener Kirche St. Andreas werfen.

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Nach Überquerung der Landstraße ging es Richtung Bömerich weiter. Aaron genoss die weiten Felder zum Austoben und ich die Aussicht um mich herum.

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Bald konnten wir die ersten Häuser des kleinen Weilers und die Bömericher Mühle im Tal sehen.

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Der Weg führte jetzt talwärts in einen besonders schönen Waldabschnitt hinein. Zwei Bäche wurden überquert, bevor es wieder aufwärts Richtung Kochshof ging.

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Im Mittelalter war der Kochshof einer der Lehnshöfe der Grafen von Berg, heute ist die denkmalgeschützte Anlage Bundessitz des Zugvogels - Deutscher Fahrtenbund e.V.

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Zwischen Weiden führt ein Wirtschaftsweg aufwärts zum Höhenweg zwischen den Dörfern Hüttchen und Groß Grimberg. Braut sich da oben etwa etwas zusammen?

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Beim Blick zurück von der Höhe in Richtung Kochshof sieht der Himmel noch ganz anders aus.

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Die Höhe war erreicht und von hier aus hat man einen schönen Rundumblick, bis es durch den Wald auf breiten Wegen bergab ins Helenental ging, wo früher Schwarzpulver hergestellt wurde.

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Am Fachwerkhaus eines ehemaligen Pulverfabrikanten vorbei gelangten wir zur Dhünn, die sofort von Aaron hautnah freudig begrüßt wurde.

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Vorbei am Parkplatz Schöllerhof, der z. Zt. auch wochentags gut besucht ist, gelangten wir schnell zum Eifgenbach.

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Der nun folgende Pfad ganz dicht am rechten Ufer des Baches entlang ist besonders schön, aber auch ein bisschen abenteuerlich. Man muss schon genau sehen, wohin man tritt und er kann in der regenreichen Saison auch schon mal unpassierbar sein. Leider mussten auch hier sehr viele Bäume abgeholzt werden.

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Am Altenberger Märchenwald endete dieser idyllische Weg.

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Über den Märchenwaldweg gelangten wir zur barocken ehemaligen Klosterpforte des Altenberger Doms.

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Durch sie hindurch und am Dom vorbei war es nicht mehr weit zum Wanderparkplatz an der Neschener Straße. Es war eine tolle Runde bei wunderschönem Herbstwetter.

   
© Familie Sudowe