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2019-02-23


Der Februar in diesem Jahr ging sehr verschwenderisch mit Sonne um. Der Vorfrühling lockte mich auch an diesem Samstag wieder in die Natur. Ich suchte mir einen Rundweg in meiner Nähe aus. Eigentlich weist der Track eine Länge von 16,4 km aus, war dann aber tatsächlich nur knapp 12 km lang.

DSC00857Diesmal war ich allein unterwegs. Ich startete meine Runde vom kostenlosen Wanderparkplatz oberhalb der Neuen Mühle in Wermelskirchen (51.110990,7.204380). Der ist für mich einfach schneller zu erreichen als der im Track vorgesehene Wanderparkplatz Eifgen. Von hier aus brauchte ich nur noch die K 15 zu überqueren und schon war ich auf dem Track und im Wald. Ich entschloss mich für die Richtung gegen den Uhrzeigersinn.
Nicht wundern, viele Fotos habe ich nach hinten geschossen, denn ich ging der Sonne entgegen.
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Ein Start, wie ich ihn genieße: Sonne, plätschernde Bäche und absolute Ruhe. Es ging rauf und runter über breite Waldwege, schmale Pfade und Wiesenwege.

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So ging es weiter, bis ich in einen kleinen Weiler namens Kreckersweg gelangte und die L 101 überquerte.

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Aus einem Stall im nächsten Dorf Osminghausen begegneten mir sehnsüchtige Blicke. Ich interpretierte sie als Vorfreude auf die saftigen Weiden. Auch die Schneeglöckchen kämpften sich nach draußen.

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Nach den letzten Häusern war ich wieder mittendrin in der herrlichen Landschaft mit freiem Blick in die Umgebung.

Das sich anschließende Waldgebiet war besonders idyllisch. Ein mit A3 markierter Pfad schlängelte sich zuerst durch den Talgrund und führte dann allmählich bergauf. Er endete auf einem großen Parkplatz an der Landstraße.


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Auf der Höhe wurde die L 101 ein weiteres Mal überquert. Wieder ging es durch Wald und danach durch die Felder oberhalb von Eipringhausen. Hier wurde schon fleißig gedüngt.

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Die Schutzhütte benötigte ich glücklicherweise nicht. Die Bank daneben mit Blick auf Wermelskirchen nutzte ich aber gerne für eine kleine Pause.

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Der Feldweg führte mich danach wieder in den Wald hinein.

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Hier ging es abwärts, bis ich den Eifgenbach im Tal erreichte.

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Durch die Bäume war der Parkplatz Eifgen zu erkennen, der vorgeschlagene Startpunkt des Tracks. Der Eifgenbach, oder auch kurz Eifgen genannt, entspringt in Wermelskirchen und fließt nach zwanzig Kilometern in der Nähe des Altenberger Doms in die Dhünn. Anfangs auf bequemen Wegen mit knorrigem Baumbestand führen herrliche Wanderwege durch das naturbelassene idyllische Tal. Hier bin ich schon unzählige Male herumgewandert, aber es ist immer wieder ein Erlebnis.

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An der Berger Mühle wechselte ich auf die andere Bachseite.

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Über diesen Hügel mit den grasenden Schafen ging es vom Eifgen weg hinauf in den Wald. Bald lag die Mühle unter mir. Ein Blick zurück auf den Wegverlauf.

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Den Schlenker hoch über die Mühle kann man sich aber getrost ersparen, wenn man an der Mühle dem Uferweg weiter folgt. Bald gelangte ich wieder zurück zum Eifgenbach.

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Viele Bäche bringen dem Eifgenbach Verstärkung. Auch der Jacobsweg führt auf dem Weg zum Altenberger Dom hier entlang.

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Ich erfreute mich am Blick in das sonnige Eifgental. Ein Pfad führte am Schullandheim Neuemühle vorbei. Hier am Bach läßt es sich bestimmt toll spielen.

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Schnell gelangte ich jetzt zur Neuemühle, der zum Ausflugslokal umgebauten ehemaligen Kornmühle mit Bäckerei. Hier kann man sich nicht nur stärken, sondern auch im Keller das originale Mahlwerk und den alten Backofen besichtigen. Offensichtlich ist man hier nicht nur auf Wanderer, sondern auch auf Radfahrer mit und ohne Problemen eingestellt.

südlich Wermelskirchen
Von hier aus brauchte ich nur noch 200 Meter bergauf zu meinem Parkplatz zu gehen, um die Runde schneller als erwartet zu schließen.

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Statt der erwarteten 16,4 km waren es dann tatsächlich nur 11,8 km geworden. Es würde mich interessieren, wie das möglich ist. Aber ob eine Stunde mehr oder weniger, die Tour hat mir sehr gut gefallen. Es war alles drin, was ich für den heutigen Tag gesucht habe: Ruhe, herrliches Wetter, das sanfte Auf und Ab des Bergischen Landes, urige Wege durch Wald und an Bächen entlang und zwischendurch freie Sicht in die Landschaft.

   
© Familie Sudowe