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2018-11-19


Für heute hatte ich eine kleine, 11 km lange Runde im Bergischen geplant. Das Wetter sollte lt. Wetterbericht trocken bleiben und auch noch ein paar Sonnenstündchen bieten. Wer weiß, wie lange es noch schön bleibt, schließlich haben wir November. Also noch schnell die Gelegenheit genutzt, zumal ja auch noch ein Rest an buntem Herbstlaub zu erwarten war. Den Wandervorschlag  habe ich aus dem Rother Wanderführer "Bergisches Land". Eine Wanderkollegin hat den Track hier zur Verfügung gestellt.

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Als Startpunkt wählte ich den Wanderparkplatz in Purd an der Kreisstraße 14 mit dem liebevoll gestalteten Minirastplatz. Von hier aus bin ich schon zu einigen Wanderungen aufgebrochen.

Ich startete in den wie eine große Acht geformte Rundweg im Uhrzeigersinn und musste dafür ein paar Hundert Meter die Kreisstraße bergauf laufen. Es ging vorbei an der ehemaligen Purder Mühle.

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Hier, wo bis in die 50er Jahre des 20. Jahrhunderts Getreide gemahlen und auch eine Bäckerei betrieben wurde, hat sich heute eine psychotherapeutische Praxis etabliert. Abseits von Hektik und Lärm kann man hier Hilfe finden, um "das Leben wieder in den Fluss zu bringen".

Mir persönlich gelingt dies immer am besten auf meinen Wanderungen, wenn ich alleine unterwegs bin, wie auch heute. Auf keinen Fluss, aber auf den Purder Bach stieß ich kurz darauf, als ich die Straße verließ und auf einen Waldpfad abbog. Eigentlich handelt es sich um den Obergraben, der zum Stauteich der Mühle führt und vom Purder Bach gespeist wird. Durch das lichte Gehölz war das Tal gut einsehbar.

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Bald kam ich im Tal an und weiter ging es durch die Purder Auen Richtung Großkatern. Der kleine Weiler wurde nur gestreift und der Purder Bach überquert.

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Bisher war die A3 die begleitende Wegmarkierung. Vorbei an einem Wochenendhaus im Hang ging es bald weiter mit dem A6 hinein in ein anderes Bachtal, nämlich dem des Mühlenbachs.

Diesen Rastplatz im Hang kann man nur erkennen, wenn man sich umdreht.

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Langsam ging es jetzt in die Höhe. Die Reiterin mit Pferd war meine einzige Begegnung auf dem ganzen Weg. Auf dem Weg gegenüber der Hütte sollte ich eine Stunde später wieder vorbeikommen, auf dem Rückweg nach Purd.

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Wieder wechselten sich herrliche Wald- mit Auenwegen ab. Am späten Vormittag kam dann tatsächlich auch die Sonne hervor.

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Ein merkwürdiges Geräusch lockte mich aus dem Wald heraus. Bald hatte ich die Erklärung. Ein heftiger Wind war zwischenzeitlich aufgekommen und brachte ein einsam stehendes Windrad ordentlich in Schwung.

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Der Weiler Röttgen mit seiner Pferdekoppel war erreicht.

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Wunderschön ging der Weg jetzt unter blauem Himmel weiter. Bei Sonnenschein macht doch das Wandern nochmal soviel Spaß.








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Den Weiler "Grüne Straße", der eigentlich als Startpunkt der Wanderung empfohlen wird, hatte ich nur kurz durch die Bäume erspäht. Der Mohlsbach, durch dessen Tal ich inzwischen wanderte, wurde immer wieder gekreuzt und blieb eine ganze Weile mein plätschernder Begleiter.

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Die Hütte von vorhin tauchte wieder auf, diesmal sah ich die Vorderseite.

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Ich erreichte die Stelle, wo man den Wanderweg auch halbieren könnte. Die beiden Schlaufen der Wanderwegacht kamen sich hier sehr nahe und berührten sich fast. Mit dem A4 ging es für mich allerdings noch einmal ordentlich bergauf.

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Und das war gut so, den mit dieser schönen, sonnigen Aussicht wurde ich belohnt.

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Der Waldweg brachte mich immer weiter in die Höhe, bis ich auf eine kleine Straße gelangte, die nach Oberburghof führt. Da hier keine Autos unterwegs waren, konnte ich die Aussicht ungestört genießen. 

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Dann ging es wieder in den Wald hinein. Auf wunderschönen Wegen gelangte ich bald wieder über den A3 hinab ins Tal des Purder Bachs und zu meinem Ausgangspunkt in Purd.

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Der wunderschöne Wanderweg durch das Waldgebiet südlich von Hückeswagen, genannt Mul, war für mich wieder ein Hochgenuss. Das trockene Laub unter den Füßen, die mäandernden Bäche in den Tälern, Ruhe und frischer Wind um die Nase, auch das kann helfen, das Leben in Fluss zu halten.

   
© Familie Sudowe