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2018-02-05

Endlich ein Lichtblick in diesem Winter, der uns so viel Regen, Matsch und Sturmschäden beschert hat. Sonne war für heute angesagt und der blaue Himmel in Verbindung mit knackig kalten Temperaturen weckte meine Unternehmungslust. Einen Artikel im Kölner Stadtanzeiger vom Januar über einen neuen Wanderweg hatte ich mir verwahrt, und genau den wollte ich heute zusammen mit Jordy ausprobieren.

Die Kleinstadt Burscheid ist die Nachbargemeinde von meinem Wohnort Leverkusen und mit dem Auto über die B 51 schnell erreicht. Mein Ziel war Haus Landscheid, ein ehemaliger Rittersitz, der nach aufwändigen Sanierungsarbeiten und Anbaumaßnahmen zum Hotel und Restaurant Gut Landscheid umgewandelt wurde. Die gehobene Hotellerie und Gastronomie macht viele Angebote für ihre Gäste, nicht nur im kulinarischen Bereich. Ihren neuen, selbstkonzipierten Rundwanderweg wollte ich heute testen.

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Als Erstes waren natürlich ein paar Fotos von diesem schönen Gebäude fällig. Danach stattete ich der Rezeption einen Besuch ab und wurde dort bereitwillig mit einer sehr detaillierten Wegbeschreibung ausgestattet. Und das war gut so, denn es gibt zwar Wegmarkierungen, aber die sind klein, spärlich verteilt und nur in Papierform aufgeklebt. Wer sich nur darauf verläßt, bekommt Probleme.





Zwischen der Rückseite des Gebäudes (hier befindet sich auch eine Außenstelle des Standesamtes) und dem Obstwiesenrand startet der 9 km lange Wanderweg.

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Zunächst ging es am Landscheider Bach entlang talwärts in den Wald hinein und unter der Autobahnbrücke der A1 hindurch. Kurz darauf stand ich im Tal am Mühlenteich der Lambertsmühle.

Weiter führte jetzt der Weg am Wiembach entlang. Die Lambertsmühle konnte man schon durch die Bäume erkennen.

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In Höhe der Mühle angekommen lohnt sich auf jeden Fall ein kurzer Abstecher auf die andere Bachseite. Ein Förderverein hat in unermüdlicher ehrenamtlicher Arbeit die ehemalige Bannmühle des Hauses Landscheid naturgetreu renoviert und in ein wahres Kleinod verwandelt. Es ist außer Baudenkmal auch Museum "vom Korn zum Brot" und ein viel genutzter Veranstaltungsort.

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Zurück auf dem Wanderweg ging es weiter durch herrlichen Buchenwald am Wiembach entlang. Die Bäume waren zwar noch kahl, aber der weiche Waldboden, der schmale Pfad und der plätschernde Bach waren ganz nach meinem Geschmack.

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Es dauerte nicht lange und auf der anderen Bachseite tauchte die nächste Mühle auf. Die Gerstenmühle aus dem 19. Jahrhundert wird als Wohnhaus genutzt.

Sie sollte nicht die letzte Mühle auf unserem Weg bleiben.





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Die Dürscheider Mühle ist ebenfalls in Privatbesitz. Hier endet der herrliche Wiembachpfad.

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Jetzt ging es ein kurzes Stück durch die kleine Ortschaft Dürscheid und dahinter kam der erste Anstieg der Runde. Wir näherten uns der Autobahn und wurden durch eine Unterführung geleitet. Die sah erst etwas unheimlich aus. Sollten wir da wirklich durchgehen? Aber schließlich sahen wir ja das Licht am Ende des Tunnels.



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Danach schraubten wir uns weiter in die Höhe.

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Auf der Höhe angekommen sollte man laut Wegbeschreibung eigentlich einen traumhaften Blick auf die Stadt Leverkusen haben. Mir fielen allerdings eher die rauchenden Schornsteine auf.





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Feldwege und ein sehr schönes Waldgebiet wechselten sich ab.

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Schließlich näherten wir uns dem Ende unserer Runde. Ein letzter schöner Blick Richtung Burscheid und dann ging es leider ein Stück an der  B 51 entlang.
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Hier gab es noch ein denkmalgeschütztes Haus zu bewundern. Lt. Wegbeschreibung war das Haus Straßerhof 4 eine ehemalige Poststation und Wirtshaus. Hier kehrten u.a. Persönlichkeiten wie Goethe, Mendelssohn, König Friedrich Wilhelm IV und der Freiherr vom Stein auf ihrem Weg zum Altenberger Dom ein.




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Mein Navi zeigte am Ende der Runde
9 km an. Es war eine schöne, abwechslungsreiche Runde. Die Wegmarkierungen werden sicherlich in Kürze noch überarbeitet. Wer die technischen Voraussetzungen hat, kann sich hier gerne meinen Track herunterladen. 


Wer sich vor oder nach der Wanderung stärken möchte, kann das an Ort und Stelle tun. In den Sommermonaten lädt ein schöner Biergarten zur Rast ein.
   
© Familie Sudowe