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2015-02-12 Altweiberfastnacht


Mir war nicht nach Karneval zumute, ich wollte lieber wandern. Eigentlich hatte der Wetterbericht für diesen Tag sonniges mildes Wetter angekündigt. Sonnig und mild wurde es aber leider erst am Nachmittag, als wir uns schon wieder auf dem Nachhauseweg befanden. Der Vormittag war grau, trüb und frostig.

DSC08947 bearbeitet-1Den Titel der heutigen Wanderung habe ich vom Wanderportal Wanderrabe übernommen. Wie schon berichtet, habe ich es für mich wiederentdeckt und mir schon einige Tourenvorschläge in der näheren Umgebung von Leverkusen vorgemerkt. Heute war eine 10 km lange Runde in Odenthal geplant. Die Touren starten und enden immer an einem Café oder Restaurant, wo man gut parken und sich nach der Wanderung auch laben kann. Der Vorschlag für diese Wanderung war das Restaurant Herzogenhof.


Auch ich startete mit Jordy an dieser Hofburg des Karnevals am Odenthaler Kreisel. Der Nubbel am Giebel wartete bereits voller Bangen auf sein Ende am Karnevalsdienstag.

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Unser Weg führte über den Kreisel hinweg Richtung Dhünn. Hier hieß uns die Stadt Odenthal willkommen. Hinter der Brücke ging es gleich an der Dhünn entlang leicht bergauf. Von hier hat man einen schönen Blick auf den historischen Ortskern von Odenthal.

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DSC08956Bald erreichen wir die ersten Häuser des kleinen Ortsteils Stein. Die wunderschönen Fachwerkhäuser und das kleine Mühlenmuseum von Günter Blömer sollte man sich näher betrachten. Es lohnt sich. Ich habe das allerdings schon so oft und ausgiebig getan, dass wir dieses Mal vor den ersten Häusern links in den Wald abbogen.

Jordy freute sich ausgelassen über den tollen Waldboden, brauchte dann aber meine Unterstützung, weil er nicht wußte, wo es weiter gehen sollte.

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Wir nahmen den rechten Weg, der uns ganz allmählich durch einen wunderschönen Wald den Hahnenberg hinauf und durch die gleichnamige Ortschaft hindurchführte.

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Das trockene Laub raschelte unter unseren Füßen und wir scheuchten drei Rehe auf, die schnell das Weite suchten. Ich finde, dieser Wald mit seinen schmalen Pfaden hat auch in dieser blattlosen Jahreszeit seinen ganz besonderen Reiz.

Hinter der Ortschaft ging es mit den schönen Waldwegen direkt weiter. Dort trafen wir auf den Grafen- und Mönchswanderweg, der hier oberhalb des Osenauer Bachs verläuft.


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Zu diesem Weg gehört auch diese aufschlussreiche Infotafel, die über die Herkunft des Ortsnamen Hahnenberg aufklärt. Der hat nämlich nichts mit einem Hahn auf dem Berg zu tun, sondern "Hanenberch" ist wohl auf einen Hain (lichter Wald) zurückzuführen, der die Bergkuppe damals bedeckte.

Aber auch die Hinweise auf Landwehre und Grenzwälle waren sehr interessant, mit denen man früher sein Hab und Gut gegen feindliche Übergriffe geschützt hat.

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Wenn man es weiß, kann man diese "Abwehrmaßnahmen" immer noch erkennen. Auch die Bepflanzung mit dem stacheligen Ilex sollte ein feindliches Durchkommen erschweren.



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Für uns war das Durchkommen natürlich kein Problem. Wir kamen jetzt allmählich ins Tal und näherten uns dem Osenauer Bach, durchquerten den Ortsteil und kamen an der Altenberger-Dom-Straße zur Brücke über die Dhünn.

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Hinter der Brücke ging es jetzt über einen asphaltierten Feldweg wieder Richtung Wald. Jahreszeit- und wetterbedingt waren die Felder kein toller Anblick. Aber es kam noch schlimmer. Der Weg führte am Waldrand entlang und hier wären eigentlich Gummistiefel angebracht gewesen.

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Da hieß es jetzt Augen zu und durch.

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Hinter der Ortschaft Kalmünten gab es im Wald lustige Querungshilfen, die wir gerne in Anspruch nahmen.

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Bald waren wir aber auf festen Wegen und liefen parallel zu einem kleinen Bach, dessen Namen ich leider nicht weiß. An ihm entlang gelangten wir an die Dhünn, wo die beiden Bäche zusammenflossen.

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An der Dhünn entlang näherten wir uns jetzt allmählich wieder dem Ausgangspunkt in Odenthal. Der Weg verlief erst idyllisch am Bachufer, bis wir am Küchenberg einen kleinen Anstieg bewältigen mussten.

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Glücklicherweise mussten wir nicht den ganzen Berg erklimmen, sondern nur einen kurzen gesicherten Abschnitt am Hang.

In Odenthal unternahmen wir noch eine Stippvisite zu St. Pankratius und dem vielen Fachwerk drumherum.

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Trotz des kalten und trüben Tages war es für mich eine gelungene Wanderung. Wegbeschreibung und Track findet man hier.


   
© Familie Sudowe