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2014-04-13


Mein zweiter Wandertag bei meinen Gastgebern Christa und Roger in Ostbelgien war der Palmsonntag. Gestern haben Christa und ich die 1. Etappe des Eifelsteigs genossen. Für heute empfahl Roger uns eine Wanderung von Heimbach (Kreis Düren) zur Abtei Mariawald. Nein, nicht aus religiösen Gründen, sondern wegen des besonders schönen Weges.

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Vom Parkplatz an der Rur in Heimbach konnten wir schon mal einen Blick auf den mittelalterlichen Ortskern mit seinen Fachwerkhäusern und Burg Hengebach über uns werfen. Eine Besichtigung wollten wir uns für das Ende unserer Wanderung aufsparen.

Zuerst führte unser Weg an Schrebergärten entlang. Dort hatten wir eine Begegnung der besonderen Art. Herr Puter kam sehr aufgeregt und drohend auf uns zu und plusterte sich gewaltig auf. Er war schon sehr beeindruckend. Innerhalb von kurzer Zeit färbte sich vor Erregung sein faltiger, wabbliger Hals von weiß auf puterrot. Daher kommt also der Begriff "puterrot anlaufen".

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Über einen Staudamm gelangten wir zur anderen Flussseite.

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Von nun an gings bergauf. Wegweiser gab es reichlich.

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Bald erreichten wir die erste Station des Kreuzweges, der uns zum Kloster führen sollte.

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Mit der achten Station erreichten wir die Klostermauer, an der entlang wir bald zum Eingang gelangten.

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Die Abtei Mariawald ist das einzige Trappistenkloster in Deutschland. Die Klostergaststätte ist bekannt für ihre Erbsensuppe, die ein absolutes Muss bei einer Einkehr ist. Die Maggiflaschen auf den Tischen im Außenbereich waren schon von weitem zu sehen und warteten auf die Mittagsgäste.

Nachdem wir uns im warmen Gastraum gestärkt hatten, verließen wir das Klostergelände Richtung Ehrenfriedhof.

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Jetzt ging es ganz allmählich bergab durch den Wald mit leuchtenden Schlehenhecken und blühenden wilden Kirschbäumen Richtung Rurtalsperre.

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Bevor wir sie erreichten, kamen wir durch das funkelnagelneue Feriendorf Landal Eifeltor mit Blick auf den See, das erst tags zuvor eröffnet wurde.

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Nach gründlicher Begutachtung erreichten wir das Ufer des östlichsten Ausläufers des Rursees, das Staubecken Heimbach. Hier gab es ein ganz besonderes Elektrizitätswerk zu bewundern. Das Wasserkraftwerk Heimbach stammt aus dem Jahr 1905 und ist heute immer noch im Betrieb, allerdings nicht mehr mit den ursprünglichen Turbinen. Das Kraftwerk im Jugendstil hatte unseren Roger schon lange interessiert, heute hatte er die Gelegenheit unserer Wanderung genutzt, es von innen bei einer ausführlichen Führung kennen zu lernen.

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Als Christa und ich vorbeischlenderten und das weiße Gebäude von außen bewunderten, befand Roger sich wahrscheinlich gerade in der Turbinenhalle.

Wir gingen am östlichen Ufer der Rur in Richtung Heimbach weiter. Wie sich später herausstellte, war das nicht die beste Entscheidung. Der Zufahrtsweg zum Kraftwerk war durchgängig asphaltiert, die andere Uferseite wäre die bessere Wahl gewesen. Dafür fanden wir auf unserer Seite das gemütliche Gasthaus "Zur Uel", wo wir wieder mit Roger zusammentrafen. Nach einer Kaffeepause ging es gemeinsam zum Endspurt.

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Von hier aus war es nicht mehr weit bis Heimbach und zu unserer Besichtigung von Burg Hengebach. Dafür haben wir uns reichlich Zeit genommen. Schließlich ist Heimbach ein bekannter Wallfahrtsort. Seit 1804 pilgern Gläubige zur "Schmerzhaften Mutter von Heimbach". So heißt die Pietà in der Wallfahrtskirche.



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Es war ein schöner Abschluss unseres zweiten gemeinsamen Wandertages und machte Lust auf den dritten, auf den ich mich ganz besonders freute.

Wer Lust auf diesen Weg bekommen hat, findet hier unter Tippeltour Eifel "von Heimbach nach Mariawald" alle nötigen Informationen.



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