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2013-08-15


Nachdem wir gestern von unserem  asphaltlastigen Wanderweg in Kürten zu den eigentlich nicht mehr vorhandenen Mühlen doch einigermaßen enttäuscht waren, wollte ich Christa mit der heutigen Tour auf urigen Waldwegen ganz ohne Straßen und zu noch existierenden Mühlengebäuden etwas entschädigen. Der 15 km lange Eifgenbachweg von Wermelskirchen bis Odenthal-Altenberg schiebergischer streifzug 5n mir dafür besonders geeignet zu sein. Ich bin ihn schon oft gewandert und wollte ihn heute gemeinsam mit Christa und Jordy genießen.markierung 

Gleich zwei Wegmarkierungen gab es heute für ein und denselben Weg. Der Streifzug Nummer 5 ist einer von 24 Streifzügen des Bergischen Wanderlandes, das grüne Eifgenlogo kennzeichnet eine von 14 Touren des Wupperverbandes. Ob das wohl wirklich nötig war?

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Unser Startpunkt war der Parkplatz Eifgen in Wermelskirchen.
Sofort ging es über einen kleinen Holzsteg über den hier noch ganz schmalen Bach auf bequemen Wegen auf der anderen Bachseite entlang. Nach 1,5 km erreichten wir schon die erste Mühle.

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Die Berger Mühle gilt als eines der ältesten Fachwerkhäuser des Bergischen Landes. Die Inschrift über der Eingangstür datiert von 1654. Wir haben uns das Gebäude von allen Seiten genau angeschaut.

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Der Weg führte uns weiter in Fließrichtung am Bach entlang. Ein Hindernis quer über dem Weg erinnerte uns doch sehr an eine überdimensionale Giraffe. Links vom Waldweg lagen die idyllischen Auenwiesen in der Sonne. In der Ferne konnten wir eine Gruppe Hundebesitzerinnen bei einem privaten Fotoshooting mit ihren Dalmatinern beobachten. Es war gar nicht so einfach, alle sechs auf dem Felsbrocken zu platzieren.

Bald erreichten wir mit der Neuen Mühle die erste, aber nicht letzte Einkehrmöglichkeit auf unserem Weg.

 

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Wir versagten uns diese Möglichkeit, denn schließlich waren wir ja noch nicht lange unterwegs. Außerdem hatte ich für unsere Mittagsrast andere Pläne. Auch bei der nächste Mühle auf unserem Weg, der Rausmühle, hielten wir nur zum studieren der Infotafeln an. Obwohl ... der Biergarten sah ja doch recht verlockend aus.
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Das nächste Teilstück bis zur Markusmühle führte wieder durch dichten Wald. Zweimal mussten wir eine Straße überqueren. Das war aber auch der einzige Straßenkontakt. Der Weg war oft eng und steinig, mal führte er dicht am Abhang entlang hoch über dem Bach, dann wieder über Querungshilfen durch`s Tal.
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Es war wirklich sehr abwechslungsreich. Immer wieder trafen wir am Wegesrand auf geschichtsträchtige Besiedlungen. Die Markusmühle war bis zum Brand 1985  ein beliebtes Ausflugsziel. Heute wird sie privat als Forellenzucht genutzt...

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...und damit komme ich zurück auf meine Idee mit der Mittagsrast. Schnell war eine geräucherte Forelle gekauft und ein gutes Stück weiter ganz idyllisch am Bachufer Halt gemacht.

Mal ehrlich, ist diese kulinarische Wanderpause noch zu toppen? Und das Schönste, Christa macht alles mit und hat auch noch Spaß dabei!

Nach ausgedehnter Rast ging es weiter. Jetzt war es auch nicht mehr weit bis zu den Überresten des Burscheider Stausees mit Staumauer...
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...und den Bökershammer. Zu sehen ist von dem ehemaligen metallverarbeitenden Betrieb kaum noch etwas. Die Natur hat sich inzwischen alles zurückerobert. Die zahlreichen Hinweisschilder geben aber immer wieder Auskunft über die vielen wassergetriebenen Betriebe, die sich an dem nur ca. 20 km langen Eifgenbach in früheren Zeiten befunden haben.
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Hin und wieder mussten wir auf unserem Weg den Bach über- und so manches Hindernis unterqueren. Es wurde nie langweilig. Aber auch die kurzweiligste und tollste Strecke hat mal ein Ende, und das erreichten wir an der Brücke über den Eifgenbach, wo es zum nahe gelegenen Wanderparkplatz Schöllerhof geht.

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Aber wir mochten einfach noch nicht Schluss machen. Wir waren jetzt zwar 15 km gewandert, aber die ca. 2 km bis zum Altenberger Dom wollten wir doch noch mitnehmen. Dieses letzte Stück kannte ich ja schließlich als besonders reizvoll und das wollte ich Christa natürlich auch noch zeigen. Außerdem hatte ich bisher immer noch nicht die genaue Stelle gefunden, an der sich Eifgen mit Dhünn vereinigen, um dann weiter in Wupper und Rhein zu fließen.


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Und da haben wir die Stelle endlich gefunden! Von links kommt der Eifgen und gemeinsam geht es als Dhünn weiter.

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Jetzt konnten wir unsere Wanderung beenden. Nach Rundgang durch Dom und selbstverständlich auch Domladen landeten wir doch noch in einem Biergarten, nämlich dem vom Küchenhof. Hier ließen wir unsere Tour ausklingen und uns von unseren Männern wieder einsammeln.


Hier gibt es ausführliche Infos und Downloads zu dieser Tour bis Schöllerhof: Eifgenbachweg

   
© Familie Sudowe