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Die Eselsrunde d7 ist eine abwechslungsreiche, rund 8,5 km lange Wanderung durch kühle Täler, schattige Wälder, sonnige Höhen und ländliche Wohnsiedlungen. So wurde der neue Rundwanderweg im dazugehörenden Flyer der Dhünnhochfläche beschrieben. Und was es mit dem Esel auf sich hat, wollte ich immer schon wissen. Dass er das Wahrzeichen des kleinen Dorfes Bechen im Bergischen Land ist, war mir bekannt. Aber warum? An diesem wunderschönen Sommertag wollte ich es mit Jordy erkunden.

Wir parkten auf einem Parkplatz in Bechen-Mitte direkt vor dem bronzenen Esel. Klar, dass erst mal ein Foto geschossen werden musste. Die beiden könnten doch fast als die Bechener Stadtmusikanten durchgehen. Eine Erklärung zum Esel gab es aber hier nicht. Dafür mussten wir erst die Straße überqueren, denn an der gegenüberliegenden Kirche St. Antonius Einsiedler waren nicht nur Start- und Zielpunkt der heutigen Wanderung, sondern auch mehrere Infoschilder.

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Also mit dem Esel verhält es sich so:

der Sage nach transportierten die Bechener im Mittelalter ihre Waren mit oft störrischen Eseln zu den Märkten. Das sorgte häufig für Verspätungen. So machte auf dem Kölner Markt folgender Spruch die Runde: "Loss mer jet waade mem koofe, die Bechener Esel sin noch nit do." So kam Bechen zu dem Namen Eseldorf. Nachdem das geklärt war, ging es los. Am sogenannten "Dhünnbalkon" (Aussichtspunkt mit Infostele) überquerten wir die Landstraße und gingen auf das alte geschieferte Pfarrhaus zu. Wieso aber diesem Drahtesel ein Denkmal gesetzt wurde, hat sich mir allerdings nicht erschlossen.

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Von hier aus ging es auf schmalen Wiesenpfaden weiter zum Quellgebiet des Osbachs hinunter.IMG 2671

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Wir überquerten den Bach auf einem Steg, durchwanderten auf der anderen Seite das Tal und stiegen auf Waldwegen wieder hinauf auf die Höhe. Von hier hatten wir einen tollen Blick über das Osbachtal auf Bechen.
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Durch den Wald ging es weiter in das nächste Tal. Die Wiesen lagen wunderschön in der Sonne. Ein Hinweisschild erinnert an das "Tal der Musik", denn in dem einsam gelegen Dhünntal bot sich früher den Bewohnern wenig Abwechslung. Deshalb bildeten sich im 19.  Jahrhundert verschiedene Musikvereine. Bis in die 70er Jahre des letzten Jahrhunderts zogen Bläser und Sänger zu besonderen Feiertagen durch das Tal. IMG 2688a
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Nach dem Tal der Musik ging es wieder in den schattigen Wald. Nach einigem auf und ab gelangten wir auf die Höhe bei der Hofschaft Große Heide...
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...und bald darauf zu dem neu ausgebauten Reisegarten (so heißen die neuen Wanderparkplätze im 
Wanderwegenetz rund um die große Dhünntalsperre) gleichen Namens.
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Wir überquerten die Straße und jetzt ging es auf Feldwegen durch Wald und Wiesen, bis wir durch das Dorf Kochsfeld kamen.
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Jetzt wäre es nur noch ein Katzensprung bis nach Bechen, wir hätten nur die Straße entlang gehen brauchen. Aber das wollten wir natürlich nicht. Also bogen wir scharf rechts ab, gingen eine Wiese abwärts und gelangten zum Quellgebiet des Kochfelder Baches. Der begleitete uns jetzt auf dem Weg durch den Wald ins Tal bis zur Liesenberger Mühle.
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Die lag zwar nicht auf dem Weg, mir war sie aber den kleinen Abstecher wert. 

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Zurück auf dem D7 ging es jetzt erst mal wieder aufwärts durch den Wald dem nächsten Tal entgegen, dem Scherfbachtal. Diesmal blieben wir aber auf der Höhe und hatten, je höher wir kamen, einen umso freieren Blick Richtung Rheinebene auf der einen und Bechen mit dem weithin sichtbaren Kirchturm auf der anderen Seite.
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Jetzt brauchten wir nur noch auf den Kirchturm zuzugehen und waren bald am Ausgangspunkt unseres Rundweges angelangt.

Es war wie versprochen eine abwechslungsreiche Wanderung durch kühle Täler, schattige Wälder und sonnige Höhen. Sogar das Wetter hat mitgespielt. Auch Jordy hat den Weg, und wie man sehen kann, den Esel liebgewonnen.

Wer Lust bekommen hat, Weg und Esel kennen zu lernen, findet hier alle Informationen.

 

 

 

   
© Familie Sudowe