2013-01-26

Heute sollte es mal eine andere Gassirunde mit meinem Hund Jordy werden und länger sollte sie auch sein, denn schließlich war zumindest für den Vormittag Sonne angesagt und dass wollte ich unbedingt nutzen.

Da mir die direkten Wandermöglichkeiten um Odenthal noch relativ unbekannt sind, obwohl sie doch quasi in meiner Nachbarschaft liegen, habe ich mir kurz entschlossen einen Track von 9,8 km auf meinen Garmin geladen und ab ging es Richtung Altenberg. Ich parkte auf dem Parkplatz vom Pennymarkt in Odenthal-Osenau. Der liegt an der schmalen Stelle der in etwa wie eine offene 8 geformten Route.

 

Zuerst ging es ein Stück an der Straße den Berg hinauf, bis wir dann in einen Waldweg abbogen, der sich auch immer weiter in die Höhe schraubte.

Dieser Weg war derart vereist, dass ich bestimmt umgekehrt wäre, wenn ich nicht weitsichtig wieder meine bewährten Spikes dabei gehabt hätte. Die kann ich nur jedem empfehlen, der sich auch bei Eis und Schnee nicht vom wandern abhalten lässt. Nachdem ich sie mir untergeschnallt hatte, konnte ich den herrlichen Wald und die Aussicht besser genießen.

Nach diesem Waldstück ging es durch Heide hindurch wiederum in den Wald. Hier waren die schmalen Wege noch glatter. Jetzt ging es stetig bergab und trotz meiner eisenbewährten Fußsohlen tastete ich mich vorsichtig hinab, bis wir in der Miniortschaft Stein landeten. Ja und hier gibt es ja eine Menge zu besichtigen und zu fotografieren.

 

Hier hat zwischen den hübschen Fachwerkhäusern Günter Blömer sein kleines Museum errichtet. Wer es noch nicht kennt, sollte sich hier unbedingt Zeit lassen. Es gibt eine Vielzahl von funktionierenden Mühlen, Kutschen usw. im Modell zu bestaunen. Die Tür ist meistens unverschlossen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Da ich hier nicht zum ersten und bestimmt nicht letzten Mal gewesen bin, war es diesmal nur eine Stippvisite. Jetzt ging es aus dem kleinen Ort hindurch weiter den Berg hinab Richtung Odenthal Mitte und wir wurden bald von einem Odenthaler Wahrzeichen, dem Kirchturm St. Pankratius mit den benachbarten Fachwerkhäusern begrüßt.

Auch hier haben wir uns nicht lange aufgehalten. Einen ausführlicheren Besuch des historischen Malerwinkels und vor allem auch der Kirche nebst Friedhof mit den alten Grabsteinen nehme ich mir für ein anderes Mal vor.

Wir überquerten die Altenberger-Dom-Straße und hatten jetzt ein wunderschönes Stück Dhünnwanderweg vor uns. Diesen Teil kannte ich schon vom Sommer her, aber jetzt wirkte natürlich alles wieder ganz anders.

Wir hatten Glück, dass die Sonne sich immer wieder zeigte, aber es war trotzdem eisig kalt.

Ja und dann machte ich leider einen entscheidenden Fehler: ich bin auf der falschen, nämlich rechten Seite der Dhünn weitergelaufen und stand irgendwann an einer Stelle, wo es nicht weiterging. Hätte ich den Kartenausschnitt auf meinem Garmin vergrößert, hätte ich den Fehler erkannt und hätte nur ein Stück zurück bis zur nächsten Brücke gehen brauchen. So war ich aber überzeugt auf dem richtigen Track zu sein, der nur inzwischen nicht mehr aktuell ist. Leider habe ich den Fehler erst Zuhause am Computer erkannt. Aber aus Fehlern wird man klug. Da ich es aber zu diesem Zeitpunkt dummerweise noch nicht war, pilgerten wir ein Stück an der Altenburger-Dom-Straße entlang Richtung Schildgen. Auf der anderen Straßenseite war der Parkplatz mit unserem Auto und Jordy schaute immer sehnsüchtig hinüber – aber nicht mit mir. Schließlich wollte ich wegen dieser Panne die andere Hälfte der Acht nicht versäumen.

Wir kamen über die Dhünnbrücke und hatten einen schönen Blick auf die zurückgebaute Wehranlage in Osenau. Bis 2008 war dieses Wehr mit 2,4 m Höhe eines der beiden wichtigsten Durchgängigkeitshindernisse für Fische an der Dhünn. Die Höhe wurde um mehr als 1 m verringert und ca. die Hälfte der Wehrlänge mit einem Fischaufstieg versehen.

Hinter dem Wehr ging es dann links zwischen stoppeligen Maisfeldern hindurch nach Scharrenberg. Bald erreichten wir wieder den Wald, der hier für mich vollkommen unbekannt ist. Solche Querungshilfen für Wanderer durch sonst wahrscheinlich morastigen Untergrund habe ich bisher noch nie angetroffen. Das sollte Schule machen. Jetzt war der Morast so hart gefroren, dass sie nicht nötig waren.

Den Ortsteil Kalmünten umgingen wir im Wald bis wir am Ende der unteren Achtrundung auf einen Rodelhang stießen.

Das Verbotsschild scheint nicht in dieser Jahreszeit zu gelten.

Jetzt ging der Track rechts ab in Richtung der Stelle meines Scheiterns an der Dhünn. Das wollte ich nicht nochmal riskieren und so gingen wir jetzt wieder zwischen den Feldern auf kürzestem Weg zurück zum Parkplatz. Hier noch ein Blick auf Osenau.

 

Es war wirklich eine etwas andere Gassirunde geworden. Drei Stunden waren wir unterwegs. Für mich steht fest, diesen Weg gehe ich in Kürze ein zweites Mal, dann aber richtig. Wer sich den empfehlenswerten Track herunterladen möchte findet hier den Link

   
© Familie Sudowe