2012-12-30             

Was tun, wenn man sich dazu angeboten hat, am 6. Januar eine Gruppe von 16 Personen in der zweiten Lebenshälfte zu einer Neujahrswanderung ins romantische Eifgenbachtal zu führen und es seit Wochen nur regnet??? Und wenn diese Personen auch noch samt und sonders keine Hundebesitzer sind, die es ja nun mal gewohnt sind, bei jedem, ich betone jedem Wetter in Gummistiefeln und Regenhose auch dem schlimmsten Matsch zu trotzen? Richtig, man sollte sich den Weg vorher sehr genau anschauen. Und das wollte ich heute tun.

Eigentlich sollte der Startpunkt ja beim Thomashof in Burscheid sein, da wir dort als erstes ein ausgiebiges Frühstück zu uns nehmen wollen. Mir war aber schon klar, dass von dort der Weg hinab ins Eifgental im Sumpf enden und somit für mich die rote Karte bedeuten würde.

Also wollte ich es ein kurzes Stück weiter am Wanderparkplatz Burscheid-Bellinghausen versuchen. Dieser wurde vor kurzem ganz neu gestaltet und bietet Platz genug für unsere Autos.

                                                      

Ich wollte mir mit meinem ständigen Begleiter Jordy den Zustand des Eifgenhöhenweges näher ansehen. Hier sollten wir wenigstens vor Hochwasser sicher sein.

Vom Parkplatz kann man durch die Bäume einen Blick auf die Fachwerkhäuser von Bellinghausen werfen.

 

 

 

Am Schäferhundeverein auf der linken Seite geht es vorbei in den Wald hinein.

 

Auf der rechten Seite wäre der direkte Verbindungsweg vom Thomashof gewesen.

Kommt wegen Überflutung nicht in Frage.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vom Höhenweg aus hat man einen guten Blick ins Tal.

Der Bach ist zwar weit weg, aber auch unser eigentlich fester Weg ist häufig alles andere als trocken.

Am Ende des Höhenweges gehen wir nicht Richtung Eifgenbach weiter ins Tal hinunter sondern links einen langgezogenen Waldweg hinauf Richtung Hilgen.

Wo sonst nur kleinere Rinnsale Richtung Eifgen fließen, haben sie sich mittlerweile zu richtigen Bächen entwickelt.

Der Waldweg mündet in den Eifgenweg. Wir wenden uns nach links und gehen auf Feldwegen Richtung Bellinghausen.

Wir kommen auf der Höhe noch an einigen freistehenden Fachwerkhäusern vorbei.

 

 

Jordy hat die Katze auf dem Zaun nicht entdeckt. Sie hat uns aber schon von weitem gesehen und uns mit den Augen verfolgt, bis wir außer Sicht waren.

 

 

Bald hatten wir gute Sicht auf das Dorf Bellinghausen, und wie man sehen kann, hat sich sogar die Sonne gezeigt.

Schnell waren wir durch den Ort hindurch und wieder an unserem Ausgangspunkt, dem Parkplatz angekommen.

Fazit dieser mit „A1“ markierten Vortour: 4,345 km - eine knappe Stunde und eine Alternative, wenn es vielleicht sogar regnet. Aber vielleicht doch etwas zu kurz???

Und dann habe ich etwas getan, was man wirklich nur machen kann, wenn man alleine unterwegs ist. Die Stele auf dem Wanderparkplatz weist auf einen weiteren Rundweg von 7,79 km hin, der auch durch das Eifgental führt, ganz neu ausgeschildert mit E2.

Schnell habe ich für mich den Entschluss gefasst, an die 4 km noch die 7,79 km dranzuhängen um zu testen, ob dieser Weg für meine Leute zumutbar ist. Der Nachteil war nur, dass ich das Stück durch Bellinghausen bis zum Waldausgang wieder zurückgehen musste. Mein Hund hat mich ganz fassungslos angeschaut, er stand ja schließlich schon am Auto und war bereit, in den Kofferraum zu springen. Aber ihm blieb schließlich nicht viel übrig, als hinter mir her zu trotten Richtung Eifgenweg. Von dort ging es auf Asphaltwegen durch Hilgen und Eschhausen wieder in den Wald. Der feste Weg führte uns bald hinunter an den Eifgenbach, der erwartungsgemäß viel Wasser führte.

Rasch kamen wir über die Straße zur Markusmühle, wo ich mir wie gewohnt meine Forelle to go genehmigte. Dann beging ich allerding den Fehler, dem E2 über den Eifgenbach zu folgen. Hinter der Brücke war der Weg so schlammig, dass ich so damit beschäftigt war, nicht zu versinken, dass ich keine Fotos mehr gemacht habe.

Nach einigen sehr unangenehmen Stellen wurde der Uferweg wieder gut begehbar. Er führte jetzt dicht am Eifgen entlang, vorbei am ehemaligen Burscheider Staudamm, bis der Weg steil bergauf zum Eifgenhöhenweg führte. Jetzt waren wir bald wieder am Parkplatz angelangt.

Fazit der zweiten Runde: mit 7,8 km für den Zweck die richtige Entfernung, wegen des Schlammlochs hinter der Eifgenbrücke aber auch nicht gerade besonders gut geeignet. Wer ihn bei trocknerem Wetter gehen möchte, findet hier alle nötigen Informationen: E2 Auf alten Pfaden.

Fazit vom Fazit – ganz klar, es wird noch eine (trocknere) Alternative gesucht und ich habe auch schon eine Vorstellung, wie die aussehen könnte.

Für heute wollte ich Jordy aber nicht nochmal enttäuschen und öffnete ihm den Kofferraum. Immerhin sind wir 12 km gelaufen und hatten auch noch Glück mit dem Wetter.

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