IMG 1170 html2012-09-10

Eifgenbachweg (Der Bergische Streifzug 5) „Ein Bach erzählt“

Das ist die offizielle Bezeichnung der Streckenwanderung von Wermelskirchen zum Schöllerhof bei Altenberg. Diesen 14,5 Kilometer langen Weg habe ich mir für diesen Tag vorgenommen, es sollte der letzte schöne Tag für diese Woche werden und das musste ich ausnutzen. Der Weg eignete sich besonders für einen heißen Sommertag, weil er ausschließlich am schattigen Bachlauf entlangführt. Also bin ich mit Jordy in den Bus der Linie 260 gestiegen und bis Wermelskirchen Markt gefahren. Ich nenne diesen Bus immer noch den Postbus, weil er die alte Handelsstraße (jetzt B51) zwischen Köln und Remscheid entlangfährt, die früher von der Postkutsche bedient wurde. In Wermelskirchen ging es durch den Park ins Tal bis zum Parkplatz Eifgen, wo der Startpunkt meiner heutigen Wanderung sein sollte.

Unterwegs trafen wir eine weißhaarige Wandersfrau mit zwei Wanderstöcken und einem riesigen Rucksack auf dem Rücken. Da eine große Muschel an ihrem Rucksack baumelte, musste ich sie natürlich ansprechen. Und tatsächlich, sie war seit einer Woche von Dortmund aus auf dem Pilgerweg unterwegs, wollte zwar nicht nach Santiago sondern erst mal nur bis Köln, aber sie hat mich doch ganz schön beeindruckt. Mutterseelenallein mit ihrem großen Gepäck erzählte sie mir fröhlich von ihren Erlebnissen und dass sie erst spät auf den Geschmack mit dem wandern gekommen sei, aber jetzt sei sie dem neuen Hobby verfallen. Ich glaube, ich hol auch mal meinen großen Rucksack zum Lüften aus dem Keller. Der hat zwar seit gut 25 Jahren kein Tageslicht mehr gesehen, aber vielleicht kann man ihn ja doch noch gebrauchen.

Da wir uns im Quellgebiet des Eifgen befanden, führte er hier natürlich noch wenig Wasser. Für Jordy`s Erfrischung reichte es aber allemal.  Bald machten wir die nächste nette Bekanntschaft. Jordy freundete sich mit einer sechs Monate alten Schäferhündin namens Ria an. Die beiden tollten durch den Wald, wie es Jordy in seinem gesetzten Alter schon lange nicht mehr gemacht hat. Ich wollte ihn schon daran erinnern, dass wir noch einen langen Fußmarsch vor uns hatten und er seine Kräfte besser einteilen sollte, als das Fangenspielen jäh endete. Jordy zwickte Ria voller Frust, weil er sie nicht einholen konnte in die Schwanzspitze, und da hatte sie plötzlich keine Lust mehr, vor ihm her zu rennen.

Wir kamen an der Berger Mühle vorbei, die als eines der ältesten Fachwerkhäuser des Bergischen Landes gilt.Der herrliche Weg gab immer wieder den Blick frei auf das grasende Vieh.IMG 1138 html

Aber es ging auch immer wieder auf und ab, was durch die natürlichen Stufen  aber kein Problem war.   

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Bald erreichten wir die Neue Mühle, die genau wie die Rausmühle heute Ruhetag hatte.

 

Aber das war nicht weiter schlimm, denn gegen den Durst hatten wir ausreichend vorgesorgt.

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Auf die Markusmühle hatte ich allerdings schon große Hoffnung gesetzt, denn dort wollte ich mir meine obligatorische geräucherte Forelle kaufen. Glücklicherweise klappte das auch und so konnten wir pünktlich zur Mittagessenzeit an unserem Geheimplatz am Bachufer große Pause machen.  

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Auch wenn Jordy auf dem Foto hungrig wirken sollte, den Forellenkopf hat er verschmäht.

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Nach diesem Picknick ging es frisch gestärkt weiter, wir sahen kurz der arbeitenden Bevölkerung bei ihrem Tun zu und machten einen kurzen Abstecher zur Eifgenburg. Sollten wir nicht doch noch ein paar Mauerreste finden können?  

 

 

 

 

 

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Bald kamen wir an die Brücke, über die der Weg zum Schöllerhof führte. Jetzt stand die Entscheidung an, entweder bergauf zur B51 um den Bus 260 zu erreichen, oder doch noch eine Verlängerung bis nach Altenberg? Ich entschied mich für die letzte Möglichkeit, denn es war erst 14 Uhr, der Tag herrlich und der restliche Weg besonders urig. 

So liefen wir dann bald in Altenberg ein. Der Eifgen hatte sich inzwischen mit der Dhünn vereinigt, leider haben wir die genaue Stelle verträumt.

In Altenberg habe ich natürlich dem Dom einen Besuch abgestattet und mich ausführlich im Altenberger-Dom-Laden umgesehen. Da er gleichzeitig Tourist-Informationszentrum ist, kann man sich dort immer nach den neuesten Wandertips umsehen.

Nach einem ausführlichen  Schwatz am Kiosk mit einem großen Pott Kaffee konnten wir dort unseren Bus Linie 212 besteigen, der uns wieder zurück nach Schlebusch brachte.

   
© Familie Sudowe