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2017-08-08


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Für unseren zweiten Wandertag, der 17,4 km langen Etappe 8, war Regen angesagt. Aber wenig, und erst ab Mittag. Wir sind ja schließlich nicht aus Zucker und packten die Regenschirme in den Rucksack. Apropos Rucksack, der war bei mir heute wesentlich leichter, ich wollte ja abends wieder bei Erika übernachten. Wir machten uns vom Bahnhof Schladern also auf den Zuweg entlang der Bahngleise nach Altwindeck, wo man auch bald auf den Hauptweg trifft.




Vorbei an der Marienkapelle, üppig blühenden Gärten und Fachwerkhäusern...

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...gelangten wir ins Museumsdorf Altwindeck. Fachwerkhäuser, Scheunen, Mühlen und eine alte Schule wurden an ihren Ursprungsorten sorgfältig ab und hier wieder aufgebaut.

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Und über allem thronte die Ruine der Burg Windeck. Zu ihr führte ein sehr steiler Pfad hinauf, der erste (aber nicht der letzte) des heutigen Tages.

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Blick auf Schladern unter grauem Himmel und auf den Verlauf des Natursteiges.

Von der Burg ging es über uralte Hohlwege auf schmalen Pfaden durch den Wald.

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Knorrige Bäume gab es zu bestaunen und Bäche zu überqueren.

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Und dann hatten wir sie, unsere erste tolle Aussicht auf die Sieg unter Regenwolken.

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DSC03698Der Wetterbericht hat Wort gehalten. Es ging auf Mittag zu und der versprochene Regen setzte ein. Ein letztes Foto von unserem Pfad bergab und die Kamera wurde in den Rucksack verbannt. Schade um den schönen Weg. Eine Stunde ging es durch den Wald bergauf bergab weiter. Ich fühlte, Erika trägt sich mit Abbruchgedanken.

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Das änderte sich aber, als wir diese glücklicherweise unverschlossene private Hütte entdeckten, die wir für eine Mittagsrast im Trockenen besetzten. Dieses Foto musste einfach sein. Nach der Pause verschwand die Kamera wieder im Rucksack und die Schirme kamen wieder zum Einsatz.

DSC03702Eine halbe Stunde später war aber kein Halten mehr. Die Kamera musste diesen herrlichen steilen Aufstieg festhalten. In der einen Hand die Kamera, in der anderen den Schirm ächzte ich diesen Steig empor und habe ihn genossen! Unter uns lag das Rosbachtal mit dem Landgasthof "Zur Bachmühle". Diese immer steiler und felsiger werdende alpine Herausforderung unter erschwerten Bedingungen war mein Highlight dieses verregneten Tages.

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Der Pfad brachte uns zum Aussichtspunkt "Alter Stuhl".

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Hier oben ist auch der Abflugplatz der Drachenflieger. Erika schaut, ob ihre Dachfenster Zuhause auch wirklich geschlossen ist.

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Fast so steil wie bergauf ging es auch wieder hinab.

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Im Tal angekommen trafen wir auf eine in Not geratene Rinderherde. Ein Kälbchen war unter den Elektrodraht geraten und von seiner Mutter und dem Rest der Herde getrennt. Hilflos lief es auf der Straße herum. Die gesamte Herde versammelte sich auf der anderen Seite des Drahtes und brüllte, dass uns ganz anders wurde. Das Echo erfüllte das ganze Tal. Glücklicherweise hatten wir kurz zuvor einen Forstbeamten beim Pilzesammeln getroffen. Wir liefen zu ihm zurück und er versprach, den Landwirt zu informieren.

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Über Wald- und Wiesenwege gelangten wir allmählich an unser Ziel. Den Bahnhof von Au konnten wir schon durch die Bäume erkennen.

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Ein kurzer, schöner Zuweg führte uns unter zwei Brücken hindurch noch kurz an der Sieg entlang und direkt auf den Bahnsteig.

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Hier stiegen wir kurz darauf in den Zug nach Schladern. Trotz des regnerischen Wetters war es ein toller Wandertag mit vielen Eindrücken. Wie der gestrige war er eine ganz schöne Herausforderung an unsere Kondition. Wir waren froh, dass wir nicht abgebrochen haben. Für morgen sahen die Wetteraussichten wieder rosig aus.
   
© Familie Sudowe